Online!!!!

8. Februar 2010

Bin wieder Online!! Kostenlose 3D-Smilies gibt es hier! HURRRRRRRRAAAAAAAAH!!!

Mein wurmstichiger PC liess sich nicht mehr wiederbeleben. Was also tun. Die Platte war eh schon rammelvoll und eine zweite Platte bereits seit längerem in Planung. So traf ich einen folgenschweren Entschluß. Ich kaufte mir eine gigantisch große interne Festplatte und dazu Windows 7 (64-bit.). Da ich beruflich auch mit der Einführung von Windows 7 zu tun haben werde, würde ich damit frühzeitig Erfahrungen sammeln. Und das tat ich in der Tat.

Die Partitionierung und Installation auf die neue Platte verlief überraschend schnell und einfach. Ich hatte bewusst Win 7 prof. gewählt, damit auch meine alten Anwendungen laufen können. Windows machte dabei überraschenderweise die wenigsten Probleme. Die Jungs und Mädels haben tatsächlich dazugelernt. Nach der Installation des Betriebssystems suchte ich meine Office-CDs – vergeblich. Weiß der Himmel wo ich die versteckt habe. Also traf ich den nächsten Entschluß: Betatester für Office 2010! Keine schlechte Wahl, denn das neue Office hat so seine Neuerungen, die mir richtig Spaß machen. Nur die Menüführung ist mehr als gewöhnungsbedürftig. Da muß ich noch bei Microsoft in die Schule gehen.

Mein PhotoShop installiert und mein Rechner tillt. Also wieder runter mit dem Programm. Mein Avira lässt meinen Rechner regelmässig in den Schockzustand geraten, wobei nur noch ein Kaltstart weiterhilft. Hier heisst es warten auf den Support. Nero 9 lässt sich plötzlich nicht mehr installieren. Mist! Meine Finanzsoftware machte dafür keine Probleme, aber der Chipkartenleser fragt nach einer PIN, die ich bislang nie brauchte. So war ich doch recht gut beschäftigt die Tage. So ganz läuft der Rechner immer noch nicht, aber es wird schon….


Glück gehabt!!

7. Februar 2010

Freitag Abend war ich eingeladen zu einem Vortrag in Böblingen.

Frühzeitig losgefahren und weil die Autobahn voll war, bin ich die Nebenstrecke durch den Wald gefahren. Duster und neblig war’s, etwas unheimlich. Plötzlich sprang ein junges Reh auf die Straße. Ich stieg auf die Bremse, dass es nur noch quietschte. Und das Reh sprang weiter … Gott sei Dank! Denn auf der Gegenspur kam schon ein Auto angerauscht .

Da haben das Reh und ich doch richtig Glück gehabt! Dem Himmel sei Dank!

3D Smileys


ELENA und die schöne neue Welt

7. Februar 2010

Mit meiner letzten Gehaltsabrechnung erhielt ich ein kleines Informationsschreiben bezüglich ELENA. ELENA (Elektronischer Entgelt Nachweis) kam auf leisen Sohlen, kaum einer hat es bemerkt.

Beim Lesen der Information kam mir schon der Gedanke nach Aldous Huxleys schöne neue Welt. Wir werden zunehmend digitalisiert und standardisiert . Begonnen hat es schon vor Jahren mit Marktforschung und Volkszählung. Da haben wir uns ja noch tierisch aufgeregt. Was gab es da für einen Aufschrei über die Volkszählung! Heute in 2010 regt sich keiner mehr auf, verzichtet doch kaum einer auf seine Kreditkarte. Die Kreditkartenbanken durchforsten unser Kaufverhalten anhand unserer Belege. Mittlerweile machen uns auch Webcams an strategischen Stellen, Handys, die unseren Weg begleiten und speichern und zu guter Letzt unsere Surftripps durchs WorldWide Web zunehmend gläsern. Und jetzt kommt ELENA. Freundlich unterstützt es unsere Bequemlichkeit.

2002 von der Bundesregierung mit der berüchtigten Hartz-Kommission ins Leben gerufen, sollte jeder eine eigene Job Card erhalten. Die Einführung kam stufenweise. Zuerst nur für Bescheinigungen für Arbeitslosengeld, Wohn-und Elterngeld. Jetzt sind alle sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer und Beamte dran. Damit auch alle in den Genuss von ELENA kommen, besteht nicht nur eine Teilnahmepflicht, sondern auch eine Finanzierungspflicht. In 2009 wurde das Verfahren vom Bundesrat verabschiedet. Meine Arbeitnehmerdaten werden nun an zentraler Stelle abgelegt.

Der Arbeitgeber erstellt jeden Monat mit der Gehaltszahlung einen weiteren Datensatz, der nicht nur Name, Geburtsdatum und Versicherungsnummer enthält, sondern auch Fehlzeiten und Abmahnungen. Dabei soll mich beruhigen, dass nur jene Stellen meine Daten abrufen dürfen, die in dem Verfahren integriert sind. Arbeitgeber und Finanzbehörden sowie die Staatsanwaltschaft sind ausgeschlossen. Ich frage mich, wie lange? Freigesetzt vom Arbeitgeber, weiß die Agentur für Arbeit ganz genau was wir zuletzt verdient haben. Apropos, haben wir das verdient? Was wird wohl als nächstes kommen?

Irgendwann in der Zukunft benötigen wir keinen Gehaltszettel mehr, wenn wir unsere neue Küche finanzieren wollen oder einen neuen Kredit bei der Bank, beantragen wollen. Die Gesundheitskarte und der digitale Personalausweis sind lediglich Wegbereiter für das virtuelle Bürgerhaus. Und diese schöne neue Welt dürfen wir mit unseren Steuern und den zusätzlichen Gebühren finanzieren. Zum 01.11.2010 kommt dann der elektronische Perso im Scheckkartenformat mit Fingerabdruck. Dann kommt noch der ePass. Dann können wir uns im Internet jederzeit elektronisch ausweisen.

Und keiner schreit auf, keiner demonstriert! Welch schöne neue Welt, langsam wird es mir mulmig.


Das Jahr fängt ja gut an!

24. Januar 2010

So glamourös wie das vergangene Jahr geendet hat, so kompliziert hat es angefangen.

Nach Neujahr hab ich zuerst meinen Urlaub genossen. Bin komplett abgetaucht. Keine Arbeit, kaum Telefonate, keine Termine, nichts. Nur schlafen, essen, fernsehen und lesen. Und es tat mir gut.

Kaum im Büro angekommen, ging es gerade so weiter, wie es aufgehört hat. Als hätte es keine Betriebsferien gegeben! Hatte alle Hände zu tun, um meine Mails zu ordnen und meine Aufgaben zu strukturieren. Dazwischen Telefonate und Anfragen beantwortet. Unsere Abteilung wird umstrukturiert. Spannend, mal sehen was dabei raus kommt.

Es beginnt der Wahlkampf für den Betriebsrat, doch ich finde keinen Raum, aktiv mitzumischen. Nun kamen Anforderungen nach Beschaffungen und unser Budget ist noch nicht im System aktiviert. Grund, der zuständige Mitarbeiter und ein früherer Kollege von mir ist plötzlich und unerwartet gestorben. Ich war schockiert, bin es eigentlich immer noch. Vergangene Woche war die Beerdigung.

Ich fühlte mich komplett im falschen Film. Eine Gedenkfeier mit einer Ansprache, die mir den Magen umdrehte. Traurig genug, dass ein lieber Kollege unerwartet gestorben ist, doch nahezu 30 Minuten darüber zu reden, dass der Tod allgegenwärtig ist und jeden treffen kann und dann noch Bezug auf die Hinterbliebenen des Amoklaufs von Winnenden zu nehmen, brachten keinen Funken Trost. War man vorher noch zuversichtlich, war man hinterher komplett deprimiert. Die Angehörigen taten mir leid. Denn es war kein Wort des Trostes und der Zuversicht dabei. Dass dann die Kollegen und die Chefs es nicht für nötig befanden, einen Nachruf zu verfassen, brachte für meine Seele das Fass zum überlaufen. Skurril war dann noch ein Saxophonspieler, der sich am Grab bemühte, „Old Man River“ richtig zu spielen.

Ich habe hier eine komplett andere Einstellung, mag sein daß ich die Messlatte zu hoch lege. Eine Beerdigung ist immer etwas sehr Heikles und bestimmt nicht einfach. Doch die Angehörigen wünschen sich doch etwas, an dem man sich festhalten kann, einfach etwas Trost. Dazu gehört ein Nachruf. Keine lange Rede, jedoch eine kurze Ansprache, in der die Wertschätzung des Kollegen und Mitarbeiters fühlbar wird. Doch ich muss hier loslassen, es war nicht meine Aufgabe und es lag nicht in meiner Verantwortung. Ich war eine langjährige Kollegin, wobei ich meinen Kollegen nie ganz aus den Augen verloren habe. Seine persönliche Entwicklung war überaus positiv. Diese Veranstaltung wurde ihm absolut nicht gerecht. Nur gut, dass er viel schwarzen Humor hatte. Nur damit war das Ganze zu ertragen.

Tja, das eine Elend löste ein anderes ab. Ich hab auf meinem Rechner einen miesen Wurm eingefangen. Hintergrund, ich habe vor einer Woche ein Paket via DHL nach Frankreich verschickt. Nun stieß ich beim prüfen meiner Mails auf eine Mail mit dem Betreff: Ihr Paket konnte nicht zugestellt werden. Absender: DHL.COM. Prompt hab ich das Mail geöffnet und Sekunden später erhielt ich die Meldung, dass mein System infiziert sei. Darüber hinaus waren wichtige Systemdateien deaktiviert und mein Antivirenprogramm konnte mir nicht nachhaltig weiterhelfen. Hab nun die vergangenen Abende damit verbracht, das Elend zu lösen. Heute musste ich akzeptieren, dass mein Rechner komplett neu aufgesetzt werden muß. Gott sei Dank hab ich Freunde, die mir helfen. Dennoch die Arbeit ist wegen dem Aufwand ein Horror für mich.

Meine Pläne für mich persönlich lösen sich gerade in Luft auf. Bleibe dabei erstaunlich ruhig. Keine dunklen Wolken am Horizont. Meine Finanzen machen mir mal wieder Kummer. Jahresanfang ist immer schwierig. Es stehen einige Dinge an und mein Spielraum hat sich nicht merklich verbessert. Doch ich will und werde es schaffen!


Fundsache

5. Januar 2010

Soeben entdeckt! Ein wirklich witziger Werbespot. Kompliment!


Happy New Year! Ein glamouröser Jahresabschluß (Teil 2)

2. Januar 2010

Hab ich gestern erwähnt, daß ich mich an die Sterneküche gewöhnen könnte?  Hier das 3-Sterne-Menü vom Palazzo:

Vorspeise Feine Vorspeisenvariationen vom
schottischen Lachs mit Ananas-Mangochutney und Avocadodip

Ich war ja anfangs sehr skeptisch, hat mich aber sehr überzeugt. Überraschend gut haben die Meeresalgen geschmeckt.
Auf dem Bild oben zu sehen :-)

 

1. GangSpieß von Scampi und St. Jacobsmuschel
auf Kokos-Risotto und Thai-Curryschaum

Für mich das erste Mal, daß ich Jacobsmuschel gegessen habe. War sehr gut! Durch das regelmässige Gucken von Kochsendungen weiss ich, wie gut gegarte  Jacobsmuscheln aussehen müssen. ;-)   In das Kokos-Risotto mit dem Curryschaum hätte ich mich reinlegen können!

 

2. Gang Zweierlei vom Kalb mit
Kräuterkruste, glasiertem Gemüse
und Schalotten-Estragonjus

Hmmmmmmmmmmm lecker! Das Schalotten-Estragonjus hab ich zum Schluß mit Brot ausgestrichen. War zu schade für die Spülmaschine. :-D

 

DessertDelice von Gubor-Schokolade mit
Kompott von exotischen Früchten
in Bananen-Maracujacouli

Hammer! Aber entschieden zu wenig. Hätte locker noch ne Portion verdrücken können. War aber für meine Figur besser so. :-?  

Ich hoffe, ihr habt alle Hunger gekriegt! :-P

Da Weihnachten etwas anders verlief wie geplant, hatte ich an Silvester zunächst nichts besonderes geplant. Zumal der Kühlschrank noch voll war, mein Weihnachtsessen verlief dieses Jahr nicht ganz so üppig wie geplant.  Als ich dann am 31.12. mittags die letzten Besorgungen machte, fuhr ich spontan zu meinem Stammitaliener. Ich wußte ja, daß er ein Silvestermenü mit Livemusik veranstaltet, wollte ja auch irgendwie hin, aber durch den vorweihnachtlichen Trubel habe ich vergessen, Mütterlein und mich anzumelden. Also fuhr ich spontan zu ihm hin und fragte nach, ob er noch 2 Plätze übrig hätte. Nach einer überaus freundlichen Begrüßung und längerem Schauen in sein Reservierungsbuch, blickte er mir lächelnd ins Gesicht und sagte mir, er hätte für mich und meine Mutter noch Platz. Ich strahlte, Mütterlein war etwas unschlüssig. Ich nahm ihr die Entscheidung entschieden ab :-D

Um 18:30 Uhr sollte es losgehen. Wir kamen pünktlich an. Zuerst gab es einen Prosecco für jeden zum Empfang.  Zeit, sich ein bisschen umzuschauen und mit den anderen Gästen ins Gespräch zu kommen. Wir haben uns gegenseitig zugeprostet, ein bisschen Smalltalk betrieben bis wir uns dann an unseren Tische gesetzt haben.  Die Band begann leise sich warmzuspielen. Wir bestellten unsere Getränke.

Die Vorspeise wurde serviert: Wildlachs-Quiche, Culatello (italienischer Schinken aus Zibello) mit Balsamicosauce, Crèpes gefüllt mit Schinken und einer Creme aus schwarzem Trüffel. Ein wahrer Genuss! Die Chefs des Hauses umsorgten uns Gäste, als gehörten wir zur Familie. Die Gäste waren allesamt festlich gekleidet. Der Chefkoch in seiner Kochmontur, der Maitre im Frack.  Sie fragten nach, ob alles in Ordnung sei.

Während wir auf den 1. Gang warteten, fiel mir auf, daß der Chef mit dem Frack einem Pinguin ähnelte. Dazu passend seine etwas spitze Nase und seine leuchtenden Augen. Mütterlein und ich mußten lachen. Sollte man ja eigentlich nicht machen, denn der Abend ist mit diesem Bild im Kopf gelaufen. Ein ernstes Gespräch kam nicht mehr auf. Aber es war ja Silvester!

Der 1. Gang: Paccheri ( kurze, sehr breite Nudeln) mit geschmortem Kalb war eine kleine Sensation.  Dieses Mal brauchte ich wieder Brot, um die letzte Sosse vor dem Spülgang zu retten. ;-)

Während dem Essen und bis zum 2. Gang verkürzte die Band  die Wartezeit. Die Musik hatte mit Titeln aus den aktuellen Charts bis hin zu den wirklich guten Klassikern der 70er und 80er Jahren ein breites Spektrum.  Kinder vom Nachbartisch tanzten dazu mit viel Vergnügen und wir sahen ihnen mit noch größerem Vergnügen zu.

Der 2. Gang wurde gereicht: Entrecôte mit Steinpilzen und Kartoffelgratin. Ich esse keine Pilze, aber für den Service kein Problem! Ich bekam den Teller ohne die Pilze.
Danach mußte ich mal kurz an die frische Luft gehen! Nicht weil der Magen schon voll war, vielmehr weil draußen einige Raketen hochgingen, die ich mir nicht entgehen lassen wollte. Dabei kam ich wieder mit einem anderen Gast ins Gespräch, die mußte raus wegen ihrem kleinen Hund und einer Zigarette. :-D

Als ich zurückkam wurde das Pre-Dessert serviert. Ja, so ein Dessert vor einem Dessert ist schon was feines. Ein Teller mit Schokolade von 60 % – 100 % und Rum. Sollte eigentlich Rum sein, war es aber nicht. Es war köstlicher! Ich fragte nach, was das sei und ich sah den Chef überrascht. Er roch in mein Glas, war etwas erstaunt, dann sagte er, das sei gekochter Wein.

Gekochter Wein oder Vino cotto ist eine Spezialität aus der Gegend von Marken, wo der Wein durch die wenige Sonnentage recht sauer ist und zum Lagern ungeeignet ist. Im Mittelalter hat man dann ein Verfahren entwickelt, diesen Wein für lange Zeit haltbar zu machen. Der Most wird bei gleichmässiger Temperatur bis zu 8 Stunden gekocht. Dabei verdunstet langsam der Wasseranteil im Wein. Das ist die Basis für den Wein. Gelagert im Holzfass wird jedes Jahr dieser Wein mit neuem gekochten Most aufgegossen. So nimmt der Wein an Reife zu. Es dauert bis zu 6 Jahre, bis er seine endgültige Reife hat.  Mit dieser Methode wurde der Wein bis zu 80 Jahre haltbar!! Das aufwändige Verfahren macht den Wein zu einer Rarität. Ihn gibt es kaum zu kaufen. Und wenn, dann ist er sehr teuer. Man nennt diesen Wein auch heiligen Wein. Er wurde in der Familie streng verschlossen verwahrt und nur an besondere Gäste ausgeschenkt. Der Schlüssel wurde immer an den ersten Sohn weitervererbt. Bekommt man so einen Wein gereicht, ist das schon eine große Ehre.
Tja, da hat jemand wohl eine Lokalrunde mit diesem besonderen Wein ausgegeben.

Der krönende Abschluß war dann das Dessert, das aus einer hausgemachten Vernaccia-Panettone mit einer besonderen Patisseriecreme bestand. Danach waren wir piepsatt. Eigentlich wollten wir das Dessert nicht ganz essen, sondern nur probieren. Nur ein Löffelchen und noch ein Löffelchen ….          … und noch eines…. ………. und noch eines… plötzlich war das Glas leer :-D

Mit einem frischen Espresso verlangte ich dann Rechnung. Es war 23:30 Uhr als wir uns verabschiedeten, um bei mir zu Hause einem gigantischen hausgemachten Feuerwerk beizuwohnen, mit den Nachbarn anzustossen und jedem auf der Strasse ein “Guats Neu’s” zuzurufen. Für Mütterlein und mich ein grandioser Jahresabschluß!

Habe ich eigentlich schon erwähnt, daß ich mich an die Sterneküche gewöhnen könnte? ;-)


Ein glamouröser Jahresabschluß … (Teil 1)

2. Januar 2010

… war es für mich in 2009!

Eine gute Freundin rief mich an und fragte mich, ob ich Lust und Zeit hätte mit ihr und ihrem Sohn ins Palazzo zu gehen. Ich war in der ersten Sekunde ziemlich baff. Ihr Mann war leider verhindert, so war eine Karte frei und ich sollte mit dürfen. Es war für mich kein Thema, ich sagte zu. Erstens eine gute Gelegenheit, sich wieder mal zu treffen, zweitens auf Palazzo war ich schon immer sehr neugierig und drittens liebe ich gutes Essen. Also, drei gute Gründe mitzugehen.

Mittwoch abend um 18:30 Uhr haben wir uns dann getroffen. Der Empfang war überaus zuvorkommend und begann bereits mit einem Gläschen Sekt. Zeit, für die ersten Eindrücke und einen kurzen Plausch. Dann der Einlass. Der Maitre lockte mit seiner äusseren Erscheinung bereits ein erstes Lächeln hervor, wie er uns mit einem angedeuteten Handkuss begrüsste und einen seinen “Lakaien” schickte uns zu unserem Tisch zu geleiten. 

Ist der Eindruck nicht phänomenal? Wir waren direkt vor der Manege, hinter uns eine kleine Bühne. Der Pianist wurde angekündigt, der zur ersten Einstimmung aufspielte. Ein Profifotograf kam an die Tische und machte Fotos von den Gästen. Der erste Varietekünstler verkürzte die Wartezeit auf die Vorspeise mit Dicestacking erster Güte. Irgendwann kam er auch an unseren Tisch. Es war phänomenal.

Das Servicepersonal stellte sich uns persönlich vor, wir wählten unsere Getränke. Und nach einiger Zeit kam dann die Vorspeise. Lachsvariationen. Ich war ja anfangs sehr skeptisch, denn ich habe mir vor Jahren den Appetit auf Lachs gründlich verdorben. Doch ich wollte offen sein und probierte. Es war köstlich! Ich esse künftig Lachs nur noch im 5-Sterne-Restaurant oder im Palazzo. ;-)

Zwischendurch kamen komödiantische Einlagen des Maitre und seines Personals, das er wie Lakaien behandelte. Musikeinlagen. Akrobatische Vorführungen sollten uns die Zeit für den nächsten Gang verkürzen. Es gelang.  Das Essen war hervorragend - könnte mich an die 5-Sterne-Küche gewöhnen - das Programm spitzenmässig. Die Zeit verflog wie im Flug.

Als der Maitre uns dann verabschiedete, waren wir satt und bester Laune. Während die grosse Masse das Zelt verliess, blieben wir noch für nen Plausch sitzen. Als wir dann doch so ziemlich die letzten Gäste waren, sind wir dann gegangen, nicht ohne unsere Fotos noch zu holen.  In meinem Auto, auf dem Weg nach Hause stellte ich fest, daß es bereits 1 Uhr nachts war.

Der Abend war ein tolles Geschenk, ich habe mich richtig wohlgefühlt.


Frohe Weihnachten …

25. Dezember 2009

… in Frieden und Besinnlichkeit im Kreise der Lieben

wünsche ich allen von ganzem Herzen!

Bildquelle: Pixelio Dieter Haugk

Es weihnachtet nun doch …

12. Dezember 2009

… auch bei mir. Die vergangenen Tage und Wochen waren doch stressig. Im Büro muß noch kurz vor dem Jahresabschluß so einiges erledigt werden. Diese Woche wurde es dann doch spannend, als ich Hardware beschaffen sollte, kurz bevor unser Lager wegen Inventur schloß. Ich habe das nahezu Unmögliche geschafft, wobei mein Netzwerk mir den Rücken stärkte. Ohne die Kollegen aus den anderen Bereichen, hätten wir es nicht geschafft.

Um so schöner dann gestern, als meine Freundin und ich spontan auf den Esslinger Weihnachtsmarkt gingen. Wir beide kamen recht spät von der Arbeit. So kam es, daß wir sehr spät auf dem Markt eintrafen. Aber genau das sollte für uns noch von Vorteil sein. Wir liefen durch den Markt und ich steuerte zu meinem obligatorischen Räuchermann hin.

Ich liebe es, insbesondere in der kalten Jahreszeit, zu räuchern. Dazu gehören Räucherware wie Weihrauch, Wurzeln und getrocknete Kräuter von bester Qualität dazu. Sie reinigen die Räume und befreien sie nicht nur von schlechten Gerüchen, sondern auch von schlechter Energie. Weihrauch wird seit Jahrhunderten in der Heilung verwendet. Und heute weiß man, wer während der Pest sich in Kirchen aufhielt, wurde nicht angesteckt. Weihrauch hat eine stark reinigende und desinfizierende Wirkung. Leider wurden vielen Menschen der Weihrauch von der Kirche vermiest. Teils durch schlechte Erlebnisse in Verbindung mit dem katholischen Glauben, teils durch den billigen und schlechten Weihrauch, der in den Kirchen verraucht wird. Ich schätze den warmen Geruch nach Orient. Doch es gibt ja auch noch viele andere Harze, die geräuchert werden können. Damam, Drachenblut, Kampher, getrockneten Salbei, Elemi etc. Je nach Geschmack.

Beim Räuchermann angekommen, habe ich meiner Freundin so einiges erzählt und die Händlerin hat so einiges auf die heisse Kohle gelegt. Die Düfte umgaben uns. Dann fragte ich nach der Ambercreme. Amber vom Amberbaum ist für mich ein natürliches Parfüm, das sehr sparsam verwendet werden sollte. Es gilt als aphrodisierend. Wir durften uns etwas hinters Ohr geben. Zu guter Letzt kam dann der Chef und ich kam mit ihm wieder ins Gespräch. Er zeigte uns noch so einige kleine Kostbarkeiten. Und weil der Markt bereits begann zu schliessen, hatten wir Ruhe und Muse. Der Plausch war so angregend! Er erzählte was er von den einzelnen Mittelchen wußte, ich erzählte ihm etwas von altem Wein, guten Gewürzen und etwas von Steinen. Fast eine Stunde haben wir geplaudert, der geplante Glühwein fiel aus. Meine Freundin war beeindruckt von der Vielfalt. So gingen wir langsam zurück zum Auto und genossen die Lichter der Weihnachtsdekoration.

Kurzer Besuch mit einem Entschluß: ich muß nochmal hin!!


Gedanken zum Minarettverbot in der Schweiz

6. Dezember 2009

Der Volksentscheid der Schweizer zum Bau von Minaretten in der Schweiz erregt die Gemüter. Ich mache mir auch Gedanken und zwar über mich selbst. Denn ich frage mich, ob ich gegen Muslime Vorurteile habe.

Ich schätze die Weisheit der Sufis und die der islamischen Mystik. Doch die Auslegungen des Koran mancher Imame machen mir Sorge. Auch meine persönlichen Erfahrungen mit Muslimen sind zwiespältig. Ich habe so manchen weltoffenen Muslimen getroffen, mit dem ich rege Diskussionen geführt habe – bis heute. Aber ich traf auch Muslimen, die jedes Klischee bedienten, die gerade im Umlauf sind. Leider sind diese Begegnungen in meinem persönlichen Umfeld gerade die Mehrheit. Dennoch bin ich der Meinung, jeder soll nach seinen Glauben leben können. Doch ich möchte in meiner Heimat keinen Muezzin hören.

Nach den Reaktionen der Türkei auf das Ergebnis frage ich mich, wie es die muslimisch Welt mit der christlichen Kirche hält. Und meine Suche bringt Ergebnisse, die mich teils erstaunen, teils schockieren.

Die Türken empören sich und werfen den Schweizern Rassismus und Faschismus vor. Offiziell herrscht in der Türkei Religionsfreiheit, doch Kirchenbau ist in der Türkei ein Staatsmonopol. Kirchen können renoviert werden, wobei sie dann zu Museen erklärt werden und dann kein Kreuz tragen dürfen. Christen können sich in Vereinen organisieren. Bibeln und christliche Traktate dürfen jedoch nicht verteilt werden, christliche Straßenfeste und Prozessionen sind verboten. Kirchen dürfen in der Türkei gebaut, aber Kirchtürme sind dabei nicht vorgesehen.

Saudi-Arabien versteht sich als Heimat des Islam. Dort sind das Tragen von Kruzifixe, das Lesen der Bibel sowie christliche Gottesdienste verboten. Eine Konversion zum Christentum wird mit dem Tod bedroht. Saudi Arabien betrachtet den Koran als ihre Verfassung und die Scharia als ihr Gesetzbuch.. Das ist ihr gutes Recht. Doch dann sollen sie die Entscheidung der Schweizer ebenfalls respektieren.

In Ägypten werden christliche Kopten benachteiligt, obwohl es formal Religionsfreiheit gibt. Auch hier ist die Scharia Grundlage der Rechtsprechung. Die Spannungen zwischen den Kopten und Muslimen nehmen zu. Kirchen dürfen nur mit Dekret des ägyptischen Präsidenten gebaut werden. Bislang beschränkt sich der Streit jedoch darauf, ob die Kirchenglocken lauter sein dürfen als der Ruf des Muezzins.  Auch sie sehen das Minarettverbot als eine Beleidigung aller Muslime an.

In Indonesien sieht es ähnlich aus, wo Christen und Buddhisten zunehmend bedrängt werden. Zwar steht die Religionsfreiheit auf dem Papier, doch der Islamisierung wird nichts entgegengesetzt. Baugenehmigungen von Kirchen sind nahezu unmöglich.

In Marokko ist die christliche Kirche anerkannt und die Religionsfreiheit garantiert. Aber das Läuten von Kirchenglocken ist verboten.  Jedoch hat seit 2001 mit dem Irak-Krieg die Missionierung durch amerikanische Missionare zugenommen.

Die Entscheidung der Schweizer spiegelt die Angst vor dem islamischen Fundamentalismus wider. Nach dem 11. September 2001 hat das Bild des Islam Schaden genommen. Das kann und will die islamische Welt nicht verstehen. Die intolerante Auslegung des Koran und der Scharia setzt dem Islam eine Fratze auf, die er nicht verdient hat.

Mir macht das Säbelrasseln und Kampfgeschrei der islamischen Fundamentalisten Sorge. Solange die islamische Welt der Gewalt seiner fundamentalistischen Muslime nichts entgegensetzt und solange sie nicht toleranter gegenüber anderen Religionen agiert, wird auch die westliche Welt nicht einen Schritt weiter in Richtung Integration gehen.

Nimmt man nämlich den Religionen alles Beiwerk und alle Rituale fort bleibt die Essenz. Und die Essenz aller Religionen ist immer das eine:  Liebe.